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6. Dezember
Im Livade kommt der heilige Nikolaus

Wieder sind auch die Menschen in den ärmsten Hütten emsig und feierlich am Vorbereiten. Wenigstens ein Gockel muss dem grossen Heiligen zu Ehren aufgetischt werden. Das Virus spielt beim Treffen der Sippen keine Rolle. Eigentlich war das Kommen des Heiligen am Kanalgärtle geplant, wo schon zwei Kerzen brennen. Aber ich habe mir den Fuss so «vertrampelt», dass ich in keinen Schuh reinkomme und mit dem Rollstuhl kommt man bei dem Matsch nicht durch. So kommt also der Nikolaus in ein altes Magazin, wo sonst Katechismus gegeben wird. Wir räumen Schulbänke und Tische um und bringen fast himmlische Atmosphäre mit Kerzen, Tüchern und Laternen in den Raum. Im Nu sind alle Plätze besetzt und es ist ruhig und andächtig in diesem alten Magazin, das durch diese Andacht der Menschen zur Kapelle geworden ist. Ich erzähle aus dem Leben des heiligen Nikolaus eine Legende. Dann klingelt es und alle stehen wie automatisch auf. Der Nikolaus schreitet herein und voran drei bezaubernde Engel. Seine Ansprache geht alle an und der Heilige verweist in einfachen Worten auf den Wert der Familie und dass es nicht darauf ankommt, wenn sie arm sind. Sie nicken bedächtig. Der grosse Engel zupft auf seiner Gitarre als wolle er die Worte des Nikolaus gleich dreimal unterstreichen.

Die Mütter und ihre Kinder sind sehr ernst bei der Sache und haben so etwas wohl noch nie erlebt. Und dann bekommen die Kids natürlich noch ein Päckchen mit Schoki drin und Erdnüssen. Leise gehen die Mütter mit ihren Kindern dann zum Kanal, um die zweite Kerze anzuzünden und der Nikolaus zieht sich fast scheu auch wieder zurück.

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