Unsere Klöster

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Foerderverein
Magdalenastiftung
Rundbriefe
Die Herrlichkeit des Herrn geht strahlend auf über dir
Advent 2021
Rundbrief

Steh auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des HERRN geht strahlend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker,
doch über dir geht strahlend der HERR auf,
seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Jes. 60,1-2


Liebe Brüder und Schwestern im HERRN, Liebe Freunde unserer Gemeinschaft,

«Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht strahlend der HERR auf, Seine Herrlichkeit erscheint über dir  Wie sehr trifft dieses Wort des Propheten auf unsere Zeit zu. Wer würde unsere Zeit nicht als dunkel, verwirrend oder beängstigend bezeichnen? Hören wir aber auch das ganze Wort, auch dies, dass der HERR strahlend über uns aufgeht und seine Herrlichkeit erscheint!
Die Herrlichkeit des HERRN verborgen in diesem Kind, wirklich und wahrhaft unter uns, geht strahlend über uns auf. Gott ist in den Nächten unseres Lebens und unserer Zeit auf besondere Weise nahe. Wie oft lesen wir in der Hl. Schrift, dass die grossen Ereignisse in der Nacht geschehen oder vorbereitet worden sind. Das hat uns etwas zu sagen. Unter diesem Blick kann die Nacht die Bedrohung verlieren. Sie ist und bleibt für uns aber auch der Augenblick der Entscheidung, des Gebetes, einer inneren Wachheit und des Hinhörens auf die Stimme Gottes. Dies sehen wir ganz deutlich am Beispiel der Hirten, sie haben bei der Herde gewacht und die Engel haben ihnen Kunde gebracht: ‘heute ist euch der Retter geboren’. Sie haben nicht nur mit den Ohren gehört, sondern im Herzen aufgenommen. Sie sind aufgestanden, sind hingeeilt um das Ereignis zu sehen. Durch diese Begegnung mit dem HERRN sind sie licht geworden.  Auch der Hl. Josef hat in der Nacht hingehört, Gott hat zu ihm geredet im Traum und hat so das Kind und seine Mutter vor den Gefahren errettet. Der HERR ist in der Nacht geboren – Seine Herrlichkeit leuchtet in der Nacht auf.
Schon bald feiern wir die Geburt des HERRN, dass ER Mensch geworden ist und unter uns wohnt. ER ist in unsere Nacht gekommen und Seine Herrlichkeit geht strahlend auf über dir – über uns allen. Hören wir auf Seine Stimme, leben wir das Wort, das uns Jesaja sagt: ‘wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott.’ Jes. 50,10   Gott wird uns führen, wie ER die Hirten geführt hat, Er wird zu uns sprechen, wie ER im Traum zum Hl. Josef gesprochen hat oder wie ER die Sterndeuter zur Krippe geführt hat. Gott hat Seine Möglichkeiten sich uns mitzuteilen. An uns ist es IHM zu vertrauen und IHM nahe zu bleiben und IHN zu suchen und zur Krippe zu eilen. Dort finden wir Frieden für unsere Herzen, so wie es die Engel verkündet haben, ‘Friede den Menschen seines Wohlgefallens’.
Das Geheimnis der Geburt unseres HERRN erinnert uns daran, dass Gott bei uns ist, dass ER unser Licht im Dunkel dieser Zeit ist. Gott ist LIEBE und ER ist zu uns gekommen.
Haben wir nicht allen Grund Gott zu danken für Sein Wirken?
Ja, wir können mit ganzem Herzen sagen, Gott ist wunderbar – ER geht mit uns und bleibt nahe in allen Stürmen. Immer wieder durften wir im vergangenen Jahr diese Zeichen Seiner Liebe und Nähe sehen und wahrnehmen.
Dankbar staunen wir immer wieder über das Wirken Gottes durch so viele Freunde und Wohltäter unserer Gemeinschaft. Diese echte Geschwisterlichkeit, das gemeinsame Unterwegs sein als Glaubende ist so bereichernd. Wir danken allen, die uns in diesem Jahr wieder so viel Wertvolles, Frohes und Entlastendes geschenkt haben. Wir denken da an alle Entlastung in der Küche damit Sr.M.Josefa in die Ferien kann, an die regelmässige Hilfe im Bügelzimmer oder auch die vielen spontanen Helfer. Wir denken aber auch an alle Wohltäter, die uns mit ihren Gaben, Naturalien und Spenden beschenkt haben und damit Ihr grosses Wohlwollen zum Ausdruck gebracht haben. Allen sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott!

Da es nicht möglich war den Gebetstag im Februar wegen der aktuellen Corona-Massnahmen wie gewohnt durchzuführen, haben wir spontan kleinere, regionale Gebetstage gestaltet, um mit unseren Freunden der Laienweggemeinschaft sichtbar unterwegs zu bleiben. Die Gebetstage vom Mai und August konnten wir in einem angepassten Rahmen durchführen. Gott hat es im letzten Moment wunderbar gefügt, dass wir für den Gebetstag im November in der Kirche in Diessenhofen Unterschlupf bekamen. Was unter Glaubensgeschwistern möglich ist, hat uns einmal mehr tief berührt.

Wir freuen uns immer wieder über die Gäste, die Jahr für Jahr bei uns einkehren und hier eine Heimat gefunden haben und uns zu wertvollen Freunden geworden sind. Auch viele neue Gäste haben den Weg gerade in diesem Jahr zu uns gefunden und in unserer klösterlichen Gemeinschaft ein paar Tage Einkehr gehalten. Auch verschiedene Pfarreiteams haben bei uns wie jedes Jahr die Klausurtage gehalten. Dieser Austausch und die Begegnung mit den Seelsorgenden der Pfarreien sind für uns immer sehr wertvoll.

Eine besondere Begegnung ist uns noch in lebendiger Erinnerung. An einem unser Bibelaustausch-Abende sind zwei junge Frauen, die an einem Kurs in der Musikinsel waren, dazugestossen. Die wertvollen Gedanken, die sie eingebracht haben über die Wahrnehmung zu Themen unserer Zeit und ihre Sichtweise und das Suchen nach Antworten bei Gott und ihr Glaubenszeugnis, das hat uns sehr berührt.

Viel frohes und schönes Leben ist jeweils in unserm Kloster, wenn die jungen Familien mit ihren Kindern hier sind und sie einen Tag der Stärkung und Ermutigung erleben dürfen, mit Inputs für die Eltern und Programm für die Kinder. Diese jungen Familien liegen uns sehr am Herzen, ist doch die Familie die erste Hauskirche.  

Unsere drei Teilzeit-Mitarbeiterinnen sind uns in den letzten Jahren zu wertvollen Stützen geworden und sie bringen viel Stabilität in unseren Haushalt und in unsere Abläufe.

Einen Einschnitt in unsere Gemeinschaft gab es Anfang des Jahres, als Sr.M.Paula spürte, dass ihr Weg mit Gott auf einem anderen Weg weiterführt. Im Mai hat sie unsere Gemeinschaft verlassen, um sich ihrem neuen Apostolat zu widmen. Gott segne ihr Wirken und im Gebet bleiben wir ihr verbunden.

Unseren beiden Seniorinnen und allen Betagten aus der Laienweggemeinschaft möchten wir danken für den Dienst, den sie in und für unsere Gemeinschaft und die Kirche tun und dies mit den Worten des Hl. Johannes Paul II: «Seid euch stets bewußt, daß die Kirche euch in einer besonderen Weise braucht. Wir alle brauchen euer Gebet und den Rat eures abgeklärten Alters; wir brauchen das Opfer eurer Krankheiten und Gebrechen für die Kirche und die Welt. Dadurch könnt ihr oft mehr für die Erneuerung der Kirche und den Frieden in der Welt tun als viele andere, die gesund und arbeitsfähig sind.» Ja, Gott segne euch alle und stärke euch auf eurem Weg.

Jesus selber sagt uns, dass Gott Anbeter sucht (vgl. Joh. 4,23) und um es den einfachen Hirten gleichzutun haben wir im Februar begonnen jeden Donnerstag während dem ganzen Tag die Eucharistische Anbetung zu pflegen mit Unterstützung von Beter/innen, die regelmässig eine Stunde übernehmen. Wir beten vor allem für die Anliegen der Kirche und der Welt, für die Priester und um Berufungen. Gerne würden wir die Anbetung weiter ausbauen auch an anderen Wochentagen. So laden wir Sie ein, in Ihrem Herzen zu prüfen, ob Sie Gott auch ganz bewusst Zeit in der Anbetung schenken können. Melden Sie sich einfach bei uns.

Unsere Mitschwestern in Albanien stehen in ihrem Alltag in grossen Herausforderungen und sind konfrontiert mit vielen Nöten. Ihre Anliegen sind auch stets in unseren Gebeten. Von ihrem Wirken in Albanien und aus ihrem Alltag berichten sie immer wieder in ihren Rundbriefen. Diese sind auf unserer Homepage zu finden. Auf Anfrage senden wir Ihnen auch gerne welche per Mail oder per Post zu. Wir danken allen, die diese Aufgabe in Albanien fördern und finanziell unterstützen und im Gebet mittragen. Ein besonderer Dank gilt unseren Freunden, die in diesem Jahr wieder (nach einem Jahr Unterbruch durch Corona) mitgeholfen haben, dass ein Transport nach Albanien möglich werden durfte und so viel Zeit, Kraft und Einsatz geschenkt haben.

Auf ganz verschiedene Weise ist für uns in diesem Jahr Weggemeinschaft erfahrbar geworden. Wir sind darin bestärkt, dass wir nicht allein auf dem Weg sind und gemeinsam mit vielen Freunden auf dem Weg zu Gott hin, zur Krippe hin, unterwegs sind.

Ihnen allen wünsche ich, dass wir aufblicken und die Herrlichkeit des HERRN über uns aufgehen sehen und Seine Gegenwart unter uns erkennen und IHN anbeten, der zu uns gekommen ist in diesem menschgewordenen Kind in der Krippe und uns Hoffnung gebracht hat. Gott ist mit uns, wir sind mit IHM und auf IHN hin unterwegs.

Ein frohes Weihnachtsfest wünschen wir Ihnen allen
Sr.M.Benedicta mit allen Mitschwestern
                               und den Oblatinnen Brigitte und Karin