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Am Rand der Gesellschaft

Kloster Mutter der Barmherzigkeit im Norden Albaniens

Bewusst hat sich die Gemeinschaft für eine Niederlassung in einem der ärmsten Länder Süd-Ost-Europas entschieden. Der Norden Albaniens ist geprägt von der archaischen Kultur des Kanun; das Leben hier ist hart; der Existenzkampf treibt viele AlbanerInnen ins Elend, in die Binnenflucht oder illegale Migration.

Sr. Christina und Sr. Michaela sind als „ständige Missionarinnen“ vor Ort – von Zeit zu Zeit kommt eine Schwester aus der Rheinau zur Unterstützung. Im Mutterhaus in der Rheinau werden viele Initiativen zur Unterstützung der Arbeit der Schwestern in Albanien vernetzt und koordiniert.

Wir leben hier mit den Menschen am Stadtrand von Shkoder – einem konfliktreichen, sozialen Brennpunkt. Unsere Mission ist einfach:  wir sind auf dem Weg mit den Benach-teiligten, mit jenen, die ums Überleben kämpfen, wir stützen die Schwächsten, die Ausge-grenzten und Hilfesuchenden, wir kümmern uns um die Schwerkranken. Mit gezielten Bildungsprogrammen und Entwicklungsprojekten stärken wir die Selbstkompetenz unserer Schwestern und Brüder hier.

Mission

Unser konkretes Wirken

  • Im Zentrum «Arka Noe», unweit vom Klösterle, werden bis zu 80 Kinder betreut.
  • Die albanischen MitarbeiterInnen haben dort einen gesicherten Arbeitsplatz und werden für den gewaltfreien, pädagogisch sinnvollen Umgang mit den Kindern ständig geschult. Das Zentrum ist multifunktional und sozialer Treffpunkt für ein illegales Gebiet, das keine funktionierende soziale Infrastruktur hat.
  • Das Klösterle «Mutter der Barmherzigkeit» ist klein, aber wurde im Laufe der Jahre zum spirituellen und sozialen Zentrum für die gesamte Gegend. Hier im Kloster existiert eine einfache Ambulanz, die stark frequentiert ist. Die Patienten kommen scharenweise mit schweren Krankheitsbildern hierher. Das Kloster ist Anlaufstelle für viele Familien, die unter dem Existenzminimum leben, für Ratsuchende, Verzweifelte, für Roma, für Familien in Blutrache.
  • Wir gehen zu den Patienten, die bettlägerig sind und haben mit primitivsten Mitteln eine häusliche Pflege aufgebaut. Die MitarbeiterInnen werden von uns geschult und begleitet.
  • Im Klösterle leben tagsüber Frauen mit uns, die aus extremen Situationen kommen und sich hier stabilisieren, heilendes Milieu erfahren, aber uns gleichzeitig im Haushalt und Garten helfen. Dafür werden sie bezahlt, damit sie ihre Familien versorgen können.
  • Wir kümmern uns um Familie in Blutrache und leisten Versöhnungsarbeit.
  • Wir sind im interkulturellen Dialog mit den Menschen aus der fremden Kultur, aus anderen Religionen und Ethnien. Wir leben die Geschwisterlichkeit mit allen, die bei uns ein- und ausgehen.
  • Für Krisenzeiten haben wir mit den Einwohnern ein funktionierendes Katastrophenmanagement entwickelt, das den Menschen Sicherheit vermittelt.
  • Unser Netzwerk ist sehr weit geworden und die Kommunikation im Netz ist uns wichtig und keinesfalls oberflächlich. Viele zeigen uns ihre Solidarität, sind im Austausch, lassen uns an ihrem Leben teilhaben, wir bekommen Rat und An-regung, wir schicken Nachrichten und Newsletter. Dieses Hilfswerk ist für uns ein Zeichen, dass die EINE WELT nach wie vor existiert – es ist Ausdruck der Solidarität mit jenen, von denen Christus sagt: «Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr MIR getan».
  • In Gebet und Anbetung, in der Betrachtung und im Mitfeiern der Liturgie suchen und finden wir die Nahrung für die Seele, die wir für unser Dasein und Wirken hier brauchen.

    Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

    Johannes 4:16