rheinau
Kloster Mutter die Reine
Haus der Stille, Rheinau
Aktuell

Gebetszeiten 10 Jahre HdST   zu Gast sein
Frische Saat in Alter Erde. Gedenkstein zum Spatenstich 2002. 
Die Einweihung des Haus der Stille war am  2.3.2003 Frische Saat in Alter Erde. Gedenkstein zum Spatenstich 2002. Die Einweihung des Haus der Stille war am 2.3.2003


Liebe Geschwister auf dem Weg,
liebe Freunde und Bekannte


Dankbarkeit wird als Gedächtnis des Herzens bezeichnet. Diese Tage lassen uns Dank sagen für Papst Benedikt. Und nun in diesen Tagen der Sedisvakanz, wo wir alle um einen neuen guten Hirten beten, dürfen wir am 2. März Dank sagen für 10 Jahre in Rheinau.
Vor 10 Jahren wurde das Haus der Stille eingeweiht und wir Schwestern der Spirituellen Weggemeinschaft dürfen seitdem auf der Klosterinsel sein. Und wir möchten DANKE sagen – Gott und Euch allen.


Vor 10 Jahren wurden wir herzlich in Rheinau aufgenommen. Viele Menschen haben diesen Tag vorbereitet: Aus einer Idee, ja aus einer Vision, ich möchte sagen, aus einem himmlischen Netzwerk ist das Haus der Stille Wirklichkeit geworden.  Viel Engagement, viel Gebet, viel Mut und Kraft ist in dieses Werk geflossen. Und Gott hat das menschliche Werk vollendet und gesegnet.

Nun sind wir 10 Jahre hier. Wir wissen nicht, wie viel Kubik Wasser im  Rhein  vorbei geflossen sind, aber wir wissen dankbar, dass wir immer noch  gutes Trinkwasser haben. . Wir können eine gute Statistik vorlegen, auch eine Buchhaltung, wir können Ereignisse schildern. Dies alles ist nicht überflüssig. Und doch ist das Wesentliche nicht in den Aufzeichnungen zu finden. Wie viel Hilfe uns zuteil geworden ist, wie viele gute Gedanken und Wohlwollen wir erhalten haben wie viel Gebete für uns zum Himmel stiegen, wie viel materielle Unterstützung wir bekommen haben, wie viel Zeit und Kraft  von Ihnen allen uns gegeben wurde, dies lässt sich nicht messen. Aber diese Werke der Liebe und der Fürsorge sind es, die uns Schwestern auf der Insel mittragen und uns letztlich Weggemeinschaft sein lässt.

Und  in diesem christlichen Netzwerk Ihrer Solidarität und Hilfe können wir im Haus der Stille das für die Menschen sein, was wir sind und in diesen 10 Jahren geworden sind: Hier ist keine falsche Idylle. Wir sind eine kleine Herde, aber nicht unbedingt die Anzahl ist ausschlaggebend. Wir sind auf der Insel Rheinau als Zeuginnen der Existenz Gottes in einer Zeit der Gottvergessenheit. Wir dürfen die christliche Tradition, den christlichen Glauben in Europa auf dieser kleinen Insel durch unser Gebet und unser Leben hier durchtragen in einer Zeit, wo scheinbar nichts mehr ewigen Wert hat. 

So dürfen wir letztlich durch unser einfaches Klosterleben  für Menschen neue Orientierung auf Gott hin sein und sinngebend Richtung weisen für neues Wachstum im christlichen Glauben als Lebensform, die Leben schützt und fördert und Solidarität und Versöhnung schafft.

Wir wissen nicht, was die nächsten 10 Jahre bringen, jedoch wissen wir, dass Gott es ist, der uns führen wird. Wir danken  Euch allen für Eure Wegbegleitung die letzten 10 Jahre. Und wir sind von Herzen dankbar, wenn wir mit Euch weitergehen dürfen und wir gemeinsam unterwegs zu Gott Vater mit Christus im Heiligen Geist sind. Dies ist ja unser aller wunderbare Bestimmung.

Sr. M. Christina und Mutter Andrea
mit allen Schwestern der Spirituellen Weggemeinschaft